Leitbild

1.

Menschen als Individuen respektvoll unterstützen

Im Mittelpunkt der pflegerischen Aktivitäten stehen das Wohl und der Wille der Klienten und der Klientinnen. Die Haltung der Pflegefachperson ist geprägt von Respekt, Achtung und Empathie. Pflegefachpersonen orientieren sich bei ihrer Arbeit an den Menschenrechten und respektieren die Werte, die Bräuche und die Spiritualität der Menschen.


2.

Kompetent pflegen

Die wichtigste Voraussetzung für die nachhaltige Gewährleistung einer guten Pflegequalität sind gut ausgebildete und motivierte Pflegefachpersonen, die sich den pflegerischen, medizinischen, betrieblichen und gesellschaftlichen Anforderungen immer wieder neu stellen. Pflegen ist eine durch die zwischenmenschliche Beziehung geprägte Dienstleistung. Partnerschaftliche Zusammenarbeit, Emotionen, Kommunikation und gegenseitiger Respekt sind die tragenden Elemente einer wirksamen Pflegebeziehung.

3.

Wirksam pflegen

Zum Wohle der Klientinnen und Klienten und aus ethischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Gründen müssen Pflegeinterventionen möglichst wirksam sein. Die Verantwortung für pflegerische Entscheide liegt bei den Pflegefachpersonen. Die vier Grundlagen für pflegerische Entscheide sind: Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnis, Klientenwunsch, reflektierte Erfahrung der Pflegefachperson und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Pflegefachpersonen erfassen Veränderungen und Notfallsituationen schnell, schätzen sie richtig ein und bewältigen sie adäquat. Pflegefachpersonen leisten mit gezielter und reflektierter Beobachtung der Klientinnen und Klienten einen entscheidenden Beitrag zur Sicherheit, zu Therapieentscheiden und zur Reduzierung von Komplikationen.

4.

Partnerschaftlich handeln

Pflegefachpersonen arbeiten partnerschaftlich mit den Klientinnen und Klienten, deren Angehörigen und einem interprofessionellen Team zusammen. Der Behandlungsprozess wird gemeinsam gestaltet. Pflegefachpersonen sind mitverantwortlich für die Koordination und Evaluation des Behandlungsprozesses. Pflegefachpersonen berücksichtigen die Klientenautonomie und unterstützen die Entscheidungsfindung der Klientinnen und Klienten. Informationen werden in einer für die Klientinnen und Klienten verständlichen Sprache vermittelt.

Pflegefachpersonen stehen in enger Beziehung mit anderen Leistungsanbietern des Gesundheitswesens. Gemeinsame Arbeitsprozesse sind geprägt von gegenseitiger Wertschätzung und Anerkennung, gemeinsame Entscheidungsfindung ist selbstverständlich.

5.

Im gesellschaftlichen Kontext pflegen

Gesellschaft und Politik beeinflussen die Pflege. Die Stellung der kranken und betagten Menschen in einer Gesellschaft beeinflusst auch die Höhe der finanziellen Mittel die für die Pflege zur Verfügung stehen. Dadurch werden die personellen, materiellen und räumlichen Ressourcen für die Pflege und damit die Pflegequalität massgeblich beeinflusst.

Pflegefachpersonen weisen auf diese Zusammenhänge hin und wirken auf die Gesellschaft und Politik ein. Sie setzen sich dafür ein, dass die Anliegen der Klientinnen und Klienten, sowie Pflegeleistungen und deren Wirkung, von der Gesellschaft wahrgenommen werden.